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Geburt

Die Zeit, in die Lorenzo Lotto hineingeboren wurde, war also in vielerlei Hinsicht von Vorteil für einen Maler mit künstlerischer Begabung. Ebenso von Vorteil war sicher, dass er in einer Stadt wie Venedig aufwuchs. Dass sein Geburtsjahr nicht klar zu benennen ist, stellt zumindest einen Hinweis darauf dar, dass Lotto in ärmeren Verhältnissen aufwuchs. Dabei ist der Begriff „arm“ zu relativieren. Die Chancen hier in der berühmten Großstadt waren sicher ungleich höher, als etwa auf dem flachen Land im Norden Deutschlands.
Aufgrund einer Aussage in Lottos Testament von 1546, wonach er zu diesem Zeitpunkt 66 Jahre alt sei, wird sein Geburtsjahr auf 1480 geschätzt. Der Name seines Vaters: Tommaso de Lottis. Über Lorenzos Kindheit und Jugend ist wenig bekannt, über seine weitere Zeit, bis er 1503 Venedig verlässt, gibt es einige unbestätigte Aussagen. Vieles deutet aber darauf hin, dass sein Leben bis dahin nicht viel anders verlief als bei anderen Künstlern.
Man kann davon ausgehen, dass durch Zeichnungen ein gewisses künstlerisches Talent entdeckt wurde und er – wohl auch durch entsprechende Beziehungen – bei Giovanni Bellini in die Lehre ging. Dort lernte er das Handwerk Malerei und den Umgang mit Kundenwünschen. Vermutlich wurde ihm hier bereits der Konkurrenzkampf unter den Künstlern verdeutlicht und die Notwendigkeit, sich weiterzuentwickeln. Sein Lehrmeister wird ihn geprägt haben. Das früheste bekannte Werk von Lotto ist „Madonna mit dem Kind und dem Heiligen Petrus Martyr und dem kleinen Johannes-Knaben“. Allein der Titel des Bildes belegt die religiöse Ergriffenheit des Malers.
Nicht selten wurden Kunden, die bei einem Meister ihre Aufträge malen ließen, auf das besondere Talent eines Lehrjungens aufmerksam und unterstützten dessen eigene Karriere. Die Hintergründe für dieses Abwerben dürften nicht immer nur mit dem besonderen Talent zu erklären sein. Meister werden auch älter und es kam durchaus vor, dass der mehrjährige Kontakt zwischen Kunden und Maler in einer Sackgasse endete. Ein junger Künstler war oft preiswerter, in Sachen Stil und Handwerk moderner und – leichter zu beeinflussen.







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