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1503 - Treviso

Der Bischof von Treviso wurde auf den jungen Lorenzo aufmerksam und vergab einige Aufträge an ihn noch zu der Zeit, als Lotto in Venedig weilte. Doch den Kontakt war geknüpft und so wundert es kaum, dass als erstes Ziel auf Lottos künstlerischer Reise Freskenarbeiten am Grab des Agostino Onigo in der Kirche San Nicolò in Treviso zu vermerken ist. Auch andere Freskenarbeiten in Treviso werden dem Venezianer zugeschrieben, da die herausragende Qualität der ausgesprochen plastischen Farben auffällig war und zu seinem Markenzeichen wurde. War Venedig eine Metropole der Reichen und Schönen, so muss man sich fragen, ob der Aufenthalt in Treviso nicht eher ein sozialer Abstieg war.
Treviso, eigtl. Trevixo ist heute der Verwaltungssitz der Provinz Treviso, nördlich von Venedig. Die bereits um 50 vor Christus als Tarvisium bekannte Stadt wurde 396 nach Christus Bischofssitz und erlebte im Hoch- und Spätmittelalter seine größte Blütezeit. Der Standort an einer der wichtigsten Handelsrouten zur damaligen Zeit von Venedig in den Norden begründete die Bedeutung von Treviso. Die Herrschenden erkannten das Renommee, das Künstler einer Stadt verleihen konnten, und sorgten dafür, dass sich das eigenwillige Volk in Treviso wohlfühlte. Wer sich in Treviso einen Namen machte, der wurde schnell weithin bekannt.
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